Beatrice Voigt
geboren 1971 in Schwerin
Freie Autorin
Arbeitsgebiete: Lyrik, Prosa, Erzählung, Kunst – und Kulturprojekte

Hallo und herzlich Willkommen auf meiner Internetseite. Hier findet Ihr eine Auswahl meiner Gedichte und eine Übersicht über mein Schaffen und meine aktuellen Projekte.


Hier findet Ihr den Videomitschnitt von meiner Lesung zu den Literaturtagen 2015 in Schwerin. Das war ein wirklich toller Abend und ich danke nochmals allen Gästen und Mitwirkenden. Und wer nicht dabei sein konnte – das ist eine gute Zusammenfassung und eine sehr schöne Erinnerung.

„Schreiben ist wie Tanzen – ähnlich, wie beim Tanzen übernimmt die Seele die Aufgaben der Sinne, dann beginnt sich der Körper ganz von allein zu bewegen. So bekamen meine Worte einen Rhythmus, wurden zu einer Musik, die ich liebte.“

funkelnagelneu

Sommerregen

Am Morgen empfängt uns das Leben
mit einer sanften Berührung, 
die nach Himbeerbrause schmeckt. 
Sommerkleid mit großen, bunten Blumen. 
Freiheit. Schnell! 
Lasst uns diesen flüchtigen Gefährten der Zeit 
jubelnd empfangen, 
er soll ein kleines Weilchen bleiben. 
Nur ein Windhauch reicht und er wäre wieder fort.

Alles Dunkle und Schwere ist hinter mindestens sieben Bergen versteckt,
Im seligen Schlaf, der unbedingte Erleichterung verspricht.

Momente in Zeitlupe 
sind die Melodie der süßen Unendlichkeit. 
Liebeslieder, 
zum erstem Mal aus den beengten Schubladen befreit,
atmen das Licht
und gewinnen den ungleichen Kampf gegen die Wirklichkeit.
Und triumphieren unter blauem Himmel,
mit wehenden Fahnen in den Farben des Sommers.

Wenn sich ein Tag trübe einlässt,
und jeder gute Ton schon in seinem Schall verklingt,
dann brauchen wir die Kräfte aller Helden dieser Welt, 
um nur eine gute Tat zu vollbringen.

Aber nicht so heute!

Ich liebe mein Zuhause,
flüstert die kleine Ameise
und tanzt im Tau auf dem Grashalm
mit ihrem Schatten einen Walzer.

Kommst du noch mit,
auf ein freundliches Gespräch in der Abendsonne?
Ich würde dir so gern von der Schönheit des Waldes erzählen.
Die Knie sanft umfasst mit den zarten Händchen.

In dieser Stille lausche ich den Aufregungen der heimlichen Nacht.

Die Mutter backt einfach keinen Kuchen, 
ihr ist der Sinn schon lang vergangen. 
Aber ich! Ungebeugten Blick,
habe alle Äpfel gepflückt, die ich finden konnte,
damit die Sehnsucht aller Menschen sich mit Hoffnung füllt.