..gäbe es ein Morgen

Anika Vogel

Lasst uns noch einmal die Hügel besteigen,
noch einmal ins lachende Auge schauen.
Wir alle sind flüchtige Wortverwender
und leisten uns mühsam den Traum.

Wie sie nicht sind, so wollen WIR die Dinge fühlen
und Götter zum Leben erwecken.
und würden Träume süchtig machen
und Blumen leise singen,
?

Du bist ein Gebet, Erscheinung, ein Engel,
den Flügel verbunden, gen Himmel entflohen.
Geglaubt an die Liebe, gedacht an das Glück,
gehofft und gebangt und ein Lächeln gezeigt.
Wir verirren uns in der Unendlichkeit.
Sehnsucht erklärt sich nicht nur im Mangel.
Einsamkeit gepaart im Licht.
Wir fühlen den Regen – Tränen des Himmels,
endlos geweint und gedacht und geschmeckt.

Wir leben das Leben maßlos und reich,
zeitverschwendend hoffnungsvoll.
Wir wollen nur ankommen und wissen nicht weiter.
Der Weg ist das Ziel,
mit glühenden Wangen reden wir so.
Und das Meer, die unendliche Weite
flüstert uns schreiend Mut hinzu.